“Wer sagt: Ich kenne ihn”: Die Lüge der relativierenden Kirche!

“Wer sagt: Ich ken­ne ihn, und hält sei­ne Gebo­te nicht, der ist ein Lüg­ner.” Johan­nes spricht nicht nur zu Indi­vi­du­en, son­dern auch zu Gemein­schaf­ten, die Chris­ti Namen tra­gen. Was, wenn gan­ze Kir­chen, Deno­mi­na­tio­nen, Gemein­den in die­se Kate­go­rie fal­len? War­nung an die rela­ti­vie­ren­de Kir­che.

1.Johannes 2,1–6: “Mei­ne Kin­der, dies schrei­be ich euch, damit ihr nicht sün­digt. Und wenn jemand sün­digt, so haben wir einen Für­spre­cher bei dem Vater, Jesus Chris­tus, der gerecht ist. Und er ist die Ver­söh­nung für uns­re Sün­den, nicht allein aber für die unse­ren, son­dern auch für die der gan­zen Welt. Und dar­an mer­ken wir, dass wir ihn ken­nen, wenn wir sei­ne Gebo­te hal­ten. Wer sagt: Ich ken­ne ihn, und hält sei­ne Gebo­te nicht, der ist ein Lüg­ner, und in dem ist die Wahr­heit nicht. Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahr­lich die Lie­be Got­tes voll­kom­men. Dar­an erken­nen wir, dass wir in ihm sind. Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat.”

I. Die Anklage: “Der ist ein Lügner”

Stel­len Sie sich vor, Johan­nes wür­de heu­te durch Euro­pa, durch Nord­ame­ri­ka, durch die west­li­che Kir­che rei­sen. Er betritt Kir­chen­ge­bäu­de, die jahr­hun­der­te­lang das Evan­ge­li­um ver­kün­de­ten. Er hört Pre­dig­ten, liest Beschlüs­se von Syn­oden und Kir­chen­ver­samm­lun­gen, beob­ach­tet, was als “christ­lich” bezeich­net wird. Und dann schreibt er sei­nen Brief neu, nicht an Ein­zel­ne, son­dern an die Kir­che selbst: “Wer sagt: Wir ken­nen ihn, und hält sei­ne Gebo­te nicht, der ist ein Lüg­ner, und in dem ist die Wahr­heit nicht.”

Das ist kei­ne Über­trei­bung. Das ist bibli­sche Rea­li­tät für gro­ße Tei­le der west­li­chen Chris­ten­heit heu­te. Kir­chen, die sich “christ­lich” nen­nen, die Chris­ti Namen im Schild tra­gen, die sich auf die Bibel beru­fen – aber sys­te­ma­tisch, offi­zi­ell, insti­tu­tio­nell Got­tes Wort rela­ti­vie­ren, umdeu­ten, ableh­nen.

Johan­nes wür­de heu­te nicht schrei­ben: “Ich mache mir Sor­gen um ein paar ver­irr­te Chris­ten.” Er wür­de schrei­ben: “Ich mache mir Sor­gen um die Kir­che selbst. Sie ist zur Lüg­ne­rin gewor­den.”

II. Die Methode der Lüge: Relativierung statt offene Ablehnung

Die heu­ti­ge Kir­che ist oft zu klug, um offen zu sagen: “Wir leh­nen Got­tes Wort ab.” Statt­des­sen rela­ti­viert sie. Sie deu­tet um. Sie kon­tex­tua­li­siert in eine Bedeu­tungs­lo­sig­keit hin­ein. Sie sagt:

  • “Die Bibel ist wich­tig, ABER…” – und dann folgt die Ent­wer­tung.
  • “Damals war das viel­leicht so, ABER heu­te…” – kul­tu­rel­ler Rela­ti­vis­mus.
  • “Das ist eine Inter­pre­ta­ti­on, ABER es gibt auch ande­re…” – her­me­neu­ti­scher Plu­ra­lis­mus als Wahr­heits­ver­wei­ge­rung.
  • “Gott ist Lie­be, ALSO…” – sen­ti­men­ta­le Umdeu­tung des Lie­bes­be­griffs gegen kla­re Gebo­te.

Das ist die Metho­de: Nicht fron­ta­le Ableh­nung, son­dern schlei­chen­de Rela­ti­vie­rung. Die Bibel wird nicht öffent­lich ver­wor­fen, aber prak­tisch ent­mach­tet. Sie wird nicht ver­brannt, aber ihrer Auto­ri­tät beraubt.

Johan­nes sagt: “Der ist ein Lüg­ner.” War­um? Weil die Kir­che behaup­tet, Chris­tus zu ken­nen, Got­tes Gemein­de zu sein, auf die Schrift gegrün­det zu sein – wäh­rend sie in Wahr­heit Got­tes Wort ver­wirft. Das ist insti­tu­tio­nel­le Lüge. Das ist kol­lek­ti­ver Selbst­be­trug. Das ist Glau­bens­ab­fall im Namen Chris­ti.

Und im Übri­gen wird genau das heu­te von eini­gen Pas­to­ren in den sozia­len Medi­en offen ver­tre­ten – oft mit einem Ton geist­li­cher Über­le­gen­heit. Da wird die Auf­er­ste­hung Jesu als „mythi­sches Bild“ bezeich­net, Wun­der wer­den zu „poe­ti­schen Meta­phern“ erklärt, und die Sün­de wird zu einem „psy­cho­lo­gi­schen Kon­zept“ umge­deu­tet. Man prä­sen­tiert sich modern, auf­ge­klärt, dif­fe­ren­ziert – und leug­net dabei die Grund­pfei­ler des apos­to­li­schen Glau­bens; ohne kirch­li­che Kon­se­quen­zen. Es ist die glei­che alte Stra­te­gie:

Man spricht noch die Wor­te der Schrift, aber man meint nicht mehr das, was die Schrift meint.

III. Konkrete Bereiche der Relativierung: Wo die Kirche Gottes Wort verwirft

Las­sen Sie uns schmerz­haft kon­kret wer­den. Wo genau ver­wirft die heu­ti­ge Kir­che Got­tes Gebo­te, wäh­rend sie behaup­tet, Chris­tus zu ken­nen?

1. Sexualethik: Die totale Kapitulation

Got­tes Wort ist kris­tall­klar:

  • Sexua­li­tät ist aus­schließ­lich für die Ehe zwi­schen Mann und Frau bestimmt (Gene­sis 2,24; Mat­thä­us 19,4–6; Hebrä­er 13,4).
  • Homo­se­xu­el­le Pra­xis ist Sün­de (Levi­ti­kus 18,22; Römer 1,26–27; 1. Korin­ther 6,9–10; 1. Timo­theus 1,10).
  • Vor­ehe­li­cher Sex ist Sün­de (1. Korin­ther 6,18–20; 1. Thes­sa­lo­ni­cher 4,3–5).
  • Ehe­bruch ist Sün­de (Exodus 20,14; Mat­thä­us 5,27–28).
  • Trans­gen­de­ris­mus wider­spricht der geschöpf­li­chen Ord­nung (Gene­sis 1,27; Deu­te­ro­no­mi­um 22,5).

Das ist nicht “mei­ne Mei­nung”. Das ist nicht “eine kon­ser­va­ti­ve Inter­pre­ta­ti­on”. Das ist die expli­zi­te, wie­der­hol­te, unmiss­ver­ständ­li­che Leh­re der Hei­li­gen Schrift.

Aber was sagt die heu­ti­ge Kir­che?

  • Gro­ße pro­tes­tan­ti­sche Deno­mi­na­tio­nen seg­nen gleich­ge­schlecht­li­che “Ehen” und ordi­nie­ren prak­ti­zie­ren­de Homo­se­xu­el­le als Pfar­rer.
  • Kirch­li­che Jugend­ar­beit spricht nicht mehr über sexu­el­le Rein­heit, weil es “nicht mehr zeit­ge­mäß” ist.
  • Theo­lo­gie­pro­fes­so­ren schrei­ben Bücher, in denen sie argu­men­tie­ren, dass die bibli­schen Tex­te über Homo­se­xua­li­tät “kul­tur­be­dingt” sei­en und heu­te nicht mehr gel­ten.
  • Bischö­fe und Kir­chen­lei­ter neh­men an Pri­de-Para­den teil und fei­ern öffent­lich, was Gott Sün­de nennt.
  • Kir­chen schwei­gen zum The­ma Trans­gen­de­ris­mus oder unter­stüt­zen sogar “Gen­der-Iden­ti­tät” als gott­ge­woll­te Viel­falt.

Johan­nes’ Urteil steht fest: “Der ist ein Lüg­ner, und in dem ist die Wahr­heit nicht.”

Die­se Kir­chen sagen: “Wir ken­nen Chris­tus. Wir sind sei­ne Gemein­de.” Aber sie hal­ten sei­ne Gebo­te nicht. Sie erfin­den ein neu­es Evan­ge­li­um, das nicht das Evan­ge­li­um der Apos­tel ist. Pau­lus sagt: “Wenn jemand euch ein ande­res Evan­ge­li­um pre­digt, der sei ver­flucht” (Gala­ter 1,8–9).

Die Kir­che lügt, wenn sie behaup­tet, Chris­tus zu ken­nen, wäh­rend sie sei­ne kla­ren Gebo­te über Sexua­li­tät ver­wirft.

2. Ehe und Scheidung: “Liebe ist Liebe”

Jesus selbst lehr­te: “Was Gott zusam­men­ge­fügt hat, das soll der Mensch nicht schei­den” (Mat­thä­us 19,6). Er erlaub­te Schei­dung nur im Fall von Ehe­bruch (Mat­thä­us 19,9) und mach­te klar, dass Wie­der­hei­rat nach unge­recht­fer­tig­ter Schei­dung Ehe­bruch ist (Mat­thä­us 19,9). Pau­lus bekräf­tigt: “Den Ver­hei­ra­te­ten aber gebie­te nicht ich, son­dern der Herr, dass die Frau sich nicht von ihrem Man­ne schei­den soll – hat sie sich aber geschie­den, soll sie ohne Ehe blei­ben oder sich mit ihrem Mann ver­söh­nen – und dass der Mann sei­ne Frau nicht ver­sto­ßen soll.” (1. Korin­ther 7,10–11).

Aber was sagt die heu­ti­ge Kir­che?

  • Schei­dung wird als bedau­er­lich, aber akzep­ta­bel dar­ge­stellt – oft ohne bibli­sche Recht­fer­ti­gung zu prü­fen.
  • Wie­der­ver­hei­ra­tung nach Schei­dung wird geseg­net, ohne zu fra­gen, ob die ers­te Ehe biblisch been­det war.
  • Pfar­rer pre­di­gen über “Got­tes Gna­de nach Schei­dung”, ohne über Got­tes Gebot gegen Schei­dung zu spre­chen.
  • Gemein­den ver­mei­den das The­ma völ­lig, weil “zu vie­le Leu­te betrof­fen sind” und man nie­man­den “ver­let­zen” will.

Johan­nes’ Urteil steht fest: “Der ist ein Lüg­ner, und in dem ist die Wahr­heit nicht.”

Die Kir­che sagt: “Wir fol­gen Chris­tus.” Aber wenn Chris­tus selbst expli­zit und wie­der­holt über Ehe und Schei­dung spricht, igno­riert die Kir­che ihn, weil es unbe­quem ist. Das ist nicht Gna­de. Das ist Unge­hor­sam.

3. Abtreibung: Das Schweigen der Kirche zum Massenmord

Got­tes Wort sagt:

  • Du sollst nicht töten (Exodus 20,13).
  • Gott kennt und formt uns im Mut­ter­leib (Psalm 139,13–16; Jere­mia 1,5).
  • Unge­bo­re­nes Leben ist Leben vor Gott (Lukas 1,41–44: Johan­nes hüpft im Mut­ter­leib).

Logi­sche Kon­se­quenz: Abtrei­bung ist Mord. Nicht “Gesund­heits­ver­sor­gung”. Nicht “Frau­en­recht”. Mord an unschul­di­gem Leben.

Aber was sagt die heu­ti­ge Kir­che?

  • Vie­le libe­ra­le Kir­chen unter­stüt­zen “repro­duc­ti­ve rights” (Abtrei­bungs­rech­te) als “Frau­en­rech­te”.
  • Gemä­ßig­te Kir­chen schwei­gen, weil das The­ma “zu poli­tisch” ist.
  • Selbst kon­ser­va­ti­ve Kir­chen spre­chen oft nur zag­haft dar­über, aus Angst vor gesell­schaft­li­cher Äch­tung.
  • Kirch­li­che Orga­ni­sa­tio­nen distan­zie­ren sich von Pro-Life-Bewe­gun­gen, um nicht als “rechts” oder “fun­da­men­ta­lis­tisch” zu gel­ten.

Johan­nes’ Urteil steht fest: “Der ist ein Lüg­ner, und in dem ist die Wahr­heit nicht.”

Wenn die Kir­che nicht laut und klar gegen die Tötung von Mil­lio­nen unge­bo­re­ner Kin­der spre­chen kann, wenn sie statt­des­sen schweigt oder sogar mit­macht – dann kennt sie Chris­tus nicht. Dann ist sie zur Insti­tu­ti­on des Kom­pro­mis­ses gewor­den, nicht der Wahr­heit.

4. Exklusivität des Evangeliums: “Alle Wege führen zu Gott”

Jesus lehr­te unmiss­ver­ständ­lich: “Ich bin der Weg und die Wahr­heit und das Leben; nie­mand kommt zum Vater denn durch mich” (Johan­nes 14,6). Petrus ver­kün­de­te: “In kei­nem andern ist das Heil, auch ist kein and­rer Name unter dem Him­mel den Men­schen gege­ben, durch den wir sol­len selig wer­den” (Apos­tel­ge­schich­te 4,12).

Aber was sagt die heu­ti­ge Kir­che?

  • Inter­re­li­giö­ser Dia­log ersetzt evan­ge­lis­ti­sche Ver­kün­di­gung: “Wir kön­nen alle von­ein­an­der ler­nen.”
  • Plu­ra­lis­ti­sche Theo­lo­gie behaup­tet, dass alle Reli­gio­nen ver­schie­de­ne Wege zu dem­sel­ben Gott sind.
  • Kir­chen­lei­ter ver­mei­den es, zu sagen, dass Nicht­chris­ten ver­lo­ren sind, weil das “into­le­rant” klingt.
  • Mis­si­ons­ar­beit wird umge­deu­tet von “Evan­ge­li­sa­ti­on” zu “sozia­ler Ent­wick­lung” oder “inter­re­li­giö­sem Ver­ständ­nis”.

Johan­nes’ Urteil steht fest: “Der ist ein Lüg­ner, und in dem ist die Wahr­heit nicht.”

Wenn die Kir­che nicht mehr ver­kün­den kann oder will, dass Jesus der ein­zi­ge Weg zur Ret­tung ist, dann kennt sie Chris­tus nicht – oder sie schämt sich sei­ner. Pau­lus schrieb: “Ich schä­me mich des Evan­ge­li­ums nicht” (Römer 1,16). Die heu­ti­ge Kir­che schämt sich oft sehr wohl – und ver­steckt es hin­ter “Dia­log” und “Respekt”.

5. Die Autorität der Schrift selbst: “Die Bibel ist nicht Gottes Wort, sondern enthält es”

Die klas­si­sche Leh­re der Kir­che: Die Bibel IST Got­tes Wort, inspi­riert, irr­tums­los in den Ori­gi­nal­ma­nu­skrip­ten, auto­ri­ta­tiv für Glau­ben und Leben (2. Timo­theus 3,16; 2. Petrus 1,20–21).

Aber was sagt die heu­ti­ge Kir­che?

  • “Die Bibel ent­hält Got­tes Wort, aber ist nicht iden­tisch damit” – theo­lo­gi­sche Kapi­tu­la­ti­on, die die Tür öff­net, belie­big aus­zu­wäh­len, was “wirk­lich” von Gott ist.
  • “Die Bibel ist mensch­li­ches Zeug­nis von gött­li­chen Erfah­run­gen” – Reduk­ti­on auf reli­giö­se Lite­ra­tur ohne abso­lu­te Auto­ri­tät.
  • “Die Bibel muss his­to­risch-kri­tisch gele­sen wer­den” – oft mit dem Ergeb­nis, dass bibli­sche Berich­te als Mythen, Legen­den oder kul­tur­be­ding­te Mei­nun­gen abge­tan wer­den.
  • “Die Bibel ist patri­ar­chal, kul­tur­be­dingt, über­holt in vie­len Berei­chen” – femi­nis­ti­sche und post­mo­der­ne Bibel­kri­tik von kirch­li­chen Lehr­stüh­len und Kan­zeln.

Johan­nes’ Urteil steht fest: “Der ist ein Lüg­ner, und in dem ist die Wahr­heit nicht.”

Eine Kir­che, die nicht mehr glaubt, dass die Bibel Got­tes auto­ri­sier­tes, ver­läss­li­ches, ver­bind­li­ches Wort ist, hat kei­ne Grund­la­ge mehr. Sie kann behaup­ten, was sie will, aber sie kann nicht behaup­ten, Chris­tus zu ken­nen – denn Chris­tus selbst behan­del­te die Schrift als abso­lut auto­ri­ta­tiv (Mat­thä­us 5,17–18; Johan­nes 10,35: “Die Schrift kann nicht gebro­chen wer­den”).

IV. Die Logik des Selbstbetrugs: Warum die Kirche sich selbst belügt

War­um tut die Kir­che das? War­um ver­wirft sie Got­tes Wort, wäh­rend sie behaup­tet, Got­tes Kir­che zu sein? Meh­re­re Grün­de:

1. Kulturelle Assimilation: “Wir müssen relevant bleiben”

Die Kir­che hat Angst, irrele­vant zu wer­den. Sie sieht, dass die Gesell­schaft sich von christ­li­chen Wer­ten ent­fernt hat, und statt pro­phe­tisch dage­gen­zu­ste­hen, passt sie sich an. Sie denkt: “Wenn wir die bibli­sche Sexu­al­ethik auf­ge­ben, kom­men viel­leicht mehr Men­schen. Wenn wir die Exklu­si­vi­tät des Evan­ge­li­ums abschwä­chen, wir­ken wir tole­ran­ter. Wenn wir nicht mehr über Sün­de und Gericht spre­chen, füh­len sich die Leu­te woh­ler.”

Das ist die Logik Esaus: das Erst­ge­burts­recht für eine Mahl­zeit zu ver­kau­fen (Gene­sis 25,29–34). Die Kir­che ver­kauft die Wahr­heit für kul­tu­rel­le Akzep­tanz. Und am Ende ist sie weder rele­vant noch treu. Sie ist nur bedeu­tungs­los.

Pau­lus warn­te: “Stellt euch nicht die­ser Welt gleich” (Römer 12,2). Jako­bus schrieb: “Freund­schaft mit der Welt ist Feind­schaft mit Gott” (Jako­bus 4,4). Die assi­mi­lier­te Kir­che ist nicht mehr Salz und Licht (Mat­thä­us 5,13–14) – sie ist geschmack­los und dun­kel gewor­den. Sie hat kei­ne Sub­stanz mehr.

2. Intellektueller Hochmut: “Wir wissen es besser als die alten Autoren”

Theo­lo­gie­pro­fes­so­ren und Kir­chen­lei­ter, geschult in “his­to­risch-kri­ti­scher Metho­de” und post­mo­der­ner Her­me­neu­tik, hal­ten sich für klü­ger als Pau­lus, Johan­nes, Jesus selbst. Sie sagen: „Pau­lus kann­te die moder­ne Psy­cho­lo­gie nicht. Pau­lus und Mose ver­stan­den Homo­se­xua­li­tät nicht so wie wir heu­te. Jesus war ein Kind sei­ner Zeit.“

Das ist arro­gan­te Rebel­li­on gegen Got­tes Auto­ri­tät. Die Bibel behaup­tet nicht, mensch­li­che Weis­heit zu ver­mit­teln, son­dern Got­tes Offen­ba­rung (1. Korin­ther 2,13). Wenn Sie die Hei­li­ge Schrift als bloß mensch­li­ches Pro­dukt behan­deln, dann haben Sie kei­ne gött­li­che Auto­ri­tät mehr – und damit kei­ne Grund­la­ge für irgend­et­was.

Jesus frag­te: “War­um nennt ihr mich Herr, Herr, und tut nicht, was ich sage?” (Lukas 6,46). Die heu­ti­ge Kir­che ruft “Herr, Herr”, aber wenn Chris­tus durch sein Wort spricht, sagt sie: “Das gilt heu­te nicht mehr.”

3. Pastorale Sentimentalität: “Wir wollen niemanden verletzen”

Pas­to­ren ste­hen vor zer­bro­che­nen Men­schen: geschie­de­nen Frau­en, homo­se­xu­el­len Jugend­li­chen, Paa­ren, die zusam­men­le­ben ohne ver­hei­ra­tet zu sein. Und der Pas­tor denkt: “Wie kann ich die­ser lei­den­den Per­son sagen, dass ihr Leben sünd­haft ist? Das wird sie ver­let­zen. Das wird sie weg­trei­ben. Ich muss lie­be­voll und akzep­tie­rend sein.”

Das ist eine fal­sche Vor­stel­lung von Lie­be. Pau­lus for­dert uns auf: “Lasst uns aber wahr­haf­tig sein in der Lie­be und wach­sen in allen Stü­cken zu dem hin, der das Haupt ist, Chris­tus” (Ephe­ser 4,15). Wah­re Lie­be sagt die Wahr­heit! Ein Arzt, der einen Krebs­pa­ti­en­ten nicht über die Dia­gno­se infor­miert, weil er ihn nicht “ver­let­zen” will, ist kein guter Arzt – er ist ein Mör­der. Er beraubt den Pati­en­ten der Chan­ce auf Hei­lung.

Genau­so ein Pas­tor, der die Sün­de nicht beim Namen nennt, weil er “lie­be­voll” sein will, ist kein guter Hir­te – er ist ein Miet­ling (Johan­nes 10,12–13), der die Scha­fe den Wöl­fen über­lässt. Wah­re Lie­be kon­fron­tiert Sün­de, ruft zur Buße, bie­tet Ver­ge­bung und Ver­än­de­rung durch Chris­tus.

4. Institutionelles Überleben: “Wenn wir die Wahrheit sagen, verlieren wir Mitglieder und Geld”

Kir­chen sind auch Insti­tu­tio­nen mit Gebäu­den, Gehäl­tern, Bud­gets. Und Kir­chen­lei­ter den­ken: “Wenn wir bibli­sche Sexu­al­ethik pre­di­gen, ver­lie­ren wir Mit­glie­der. Wenn wir Mit­glie­der ver­lie­ren, sin­ken die Ein­nah­men. Wenn die Ein­nah­men sin­ken, müs­sen wir Per­so­nal ent­las­sen, Pro­gram­me kür­zen. Also müs­sen wir einen Mit­tel­weg fin­den.”

Das ist die Logik der Pro­sti­tu­ier­ten: die See­le für Geld ver­kau­fen. Jesus sag­te: “Ihr könnt nicht Gott die­nen und dem Mam­mon” (Mat­thä­us 6,24). Eine Kir­che, die aus finan­zi­el­len Grün­den Got­tes Wort kom­pro­mit­tiert, dient dem Mam­mon, nicht Gott.

Bes­ser eine klei­ne, treue Gemein­de als eine gro­ße, abge­fal­le­ne Insti­tu­ti­on. Gott sucht Qua­li­tät, nicht Quan­ti­tät. Jesus sprach von der “klei­nen Her­de” (Lukas 12,32), vom “schma­len Weg” (Mat­thä­us 7,13–14). Erfolg nach mensch­li­chem Maß­stab ist nicht Got­tes Maß­stab.


V. Die Konsequenzen: Was passiert mit einer Kirche, die lügt?

Was geschieht mit einer Kir­che, die sagt “Wir ken­nen Chris­tus”, aber sei­ne Gebo­te ver­wirft?

1. Geistlicher Tod

Chris­tus sag­te zur Gemein­de in Sar­des: “Und dem Engel der Gemein­de in Sar­des schrei­be: Das sagt, der die sie­ben Geis­ter Got­tes hat und die sie­ben Ster­ne: Ich ken­ne dei­ne Wer­ke: Du hast den Namen, dass du lebst, und bist tot” (Offen­ba­rung 3,1). Das ist das Schick­sal der rela­ti­vie­ren­den Kir­che: äußer­lich noch Insti­tu­ti­on, inner­lich geist­lich tot. Noch Ritua­le, noch Struk­tu­ren, noch Gebäu­de – aber der Geist Got­tes ist bereits gewi­chen.

Wie erkennt man das? Kei­ne ech­ten Bekeh­run­gen. Kei­ne Hei­li­gung. Kei­ne geist­li­che Kraft. Kei­ne pro­phe­ti­sche Stim­me. Nur noch reli­giö­se Hül­le.

2. Irrelevanz

Iro­ni­scher­wei­se: Die Kir­che, die Got­tes Wort rela­ti­viert, um “rele­vant” zu blei­ben, wird völ­lig irrele­vant. War­um? Weil sie nichts zu sagen hat, was die Welt nicht schon sagt. Wenn die Kir­che die­sel­ben Wer­te wie die säku­la­re Gesell­schaft ver­tritt, wozu braucht die Gesell­schaft dann die Kir­che?

Die Kir­che ist nur rele­vant, wenn sie anders ist, wenn sie die Wahr­heit Got­tes ver­kün­det, die die Welt nicht hören will. Salz, das sei­nen Geschmack ver­liert, ist zu nichts mehr nüt­ze (Mat­thä­us 5,13).

3. Gottes Gericht

Pau­lus schrieb: “Wenn jemand den Tem­pel Got­tes ver­dirbt, den wird Gott ver­der­ben” (1. Korin­ther 3,17). Die Kir­che ist Got­tes Tem­pel. Wenn Kir­chen­lei­ter die­sen Tem­pel mit fal­scher Leh­re und Unge­hor­sam ver­der­ben, wer­den sie dafür Rechen­schaft able­gen müs­sen. Jesus lehr­te: „Mein Haus soll ein Bet­haus hei­ßen; ihr aber macht eine Räu­ber­höh­le dar­aus” (Mat­thä­us 21,13, Lukas 19,46)

Jesus sag­te auch: “Wer aber einen die­ser Klei­nen, die an mich glau­ben, zum Bösen ver­führt, für den wäre es bes­ser, dass ein Mühl­stein an sei­nen Hals gehängt und er ersäuft wür­de im Meer” (Mat­thä­us 18,6). Kir­chen­lei­ter, die Men­schen leh­ren, Got­tes Gebo­te zu igno­rie­ren, ver­füh­ren Klei­ne zum Bösen. Ihr Gericht wird schwer sein.

4. Das Entstehen echter Gemeinde außerhalb der Institution

Wenn die offi­zi­el­len Kir­chen abfal­len, erweckt Gott oft einen Über­rest: “So geht es auch jetzt zu die­ser Zeit, dass eini­ge übrig geblie­ben sind nach der Wahl der Gna­de” (Römer 11,5).

Klei­ne Haus­kir­chen, unab­hän­gi­ge Gemein­den, Chris­ten, die sich wei­gern, der Lüge zu fol­gen. So war es in der Refor­ma­ti­on, so war es bei allen Erneue­rungs­be­we­gun­gen. Got­tes Werk geht wei­ter – aber oft nicht durch die eta­blier­ten Insti­tu­tio­nen, son­dern durch treue Weni­ge.

VI. Der Ruf: Was muss die Kirche tun?

Was ist die Lösung? Buße. Radi­ka­le, insti­tu­tio­nel­le, kol­lek­ti­ve Buße.

1. Bekenntnis der Sünde

Die Kir­che muss öffent­lich beken­nen: “Wir haben Got­tes Wort rela­ti­viert. Wir haben sei­ne Gebo­te ver­wor­fen. Wir haben mensch­li­cher Anpas­sung mehr geglaubt als Got­tes Wort. Wir haben gesün­digt.

Nicht “Feh­ler gemacht”, nicht “unglück­li­che Ent­wick­lun­gen” – SÜNDE. Nen­nen Sie es beim Namen.

2. Rückkehr zur Schriftautorität

Die Kir­che muss neu beken­nen: Die Bibel ist Got­tes Wort, auto­ri­ta­tiv, ver­bind­lich, irr­tums­los, aus­rei­chend für Glau­ben und Leben. Nicht unse­re Mei­nun­gen, nicht kul­tu­rel­le Trends, nicht pas­to­ra­le Sen­ti­men­ta­li­tät – die Schrift allein (sola scrip­tu­ra).

3. Verkündigung der ganzen Wahrheit

Die Kir­che muss alles ver­kün­den, was Chris­tus gebo­ten hat (Mat­thä­us 28,20) – nicht nur die beque­men, popu­lä­ren Tei­le. Sexu­al­ethik, Sün­de, Buße, Gericht, Höl­le, Exklu­si­vi­tät des Evan­ge­li­ums – die gan­ze Wahr­heit, auch wenn sie unbe­quem ist.

4. Disziplin gegen falsche Lehrer

Pau­lus befahl: “Einen ket­ze­ri­schen Men­schen mei­de, wenn er ein­mal und noch ein­mal ermahnt ist” (Titus 3,10). Die Kir­che muss Leh­rer ent­fer­nen, die Got­tes Wort sys­te­ma­tisch ver­wer­fen. Nicht in Hass, aber in Treue zu Chris­tus.

Das gilt für Pas­to­ren, die Homo­se­xua­li­tät als gott­ge­wollt leh­ren. Für Bischö­fe, die die Auf­er­ste­hung leug­nen. Für Theo­lo­gie­pro­fes­so­ren, die die Bibel als Mythen­samm­lung behan­deln. Raus. Wenn sie nicht Buße tun, haben sie kei­nen Platz in Chris­ti Kir­che.

5. Bereitschaft, klein und verachtet zu sein

Die Kir­che muss akzep­tie­ren: Treue zu Chris­tus bedeu­tet oft Ver­ach­tung durch die Welt. Jesus sag­te: “Haben sie mich ver­folgt, so wer­den sie euch auch ver­fol­gen” (Johan­nes 15,20). Wenn die Kir­che popu­lär ist bei einer gott­lo­sen Gesell­schaft, ist etwas fun­da­men­tal falsch.

Bes­ser eine klei­ne, treue, von der Welt ver­ach­te­te Kir­che als eine gro­ße, kom­pro­mit­tie­ren­de, vom Geist ver­las­se­ne Insti­tu­ti­on.

VII. Die Hoffnung: Christus reinigt seine Kirche

Aber enden wir nicht mit Gericht. Es gibt Hoff­nung.

Chris­tus liebt sei­ne Kir­che (Ephe­ser 5,25–26): “Ihr Män­ner, liebt eure Frau­en, wie auch Chris­tus die Gemein­de geliebt hat und hat sich selbst für sie dahin­ge­ge­ben, um sie zu hei­li­gen.” Er wird sie nicht völ­lig auf­ge­ben. Offen­ba­rung 2–3 zeigt: Chris­tus tadelt, ruft zur Buße, aber gibt auch Ver­hei­ßun­gen für die, die über­win­den.

Die Tore der Höl­le wer­den die wah­re Kir­che nicht über­wäl­ti­gen: “Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf die­sen Fel­sen will ich mei­ne Gemein­de bau­en, und die Pfor­ten der Höl­le sol­len sie nicht über­wäl­ti­gen” (Mat­thä­us 16,18). Nicht die Insti­tu­ti­on, nicht die Deno­mi­na­ti­on, aber Got­tes wah­re Gemein­de – die Gesamt­heit aller ech­ten Gläu­bi­gen – wird bestehen.

Ihre Auf­ga­be, wenn Sie in einer rela­ti­vie­ren­den Kir­che sind:

  • Spre­chen Sie die Wahr­heit in Lie­be (Ephe­ser 4,15). Kon­fron­tie­ren Sie Irr­leh­re, wo Sie kön­nen.
  • Blei­ben Sie treu, auch wenn Sie allein ste­hen.
  • Aber wenn die Kir­che hart­nä­ckig im Irr­tum ver­harrt: Ver­las­sen Sie sie. 2. Korin­ther 6,17: “Geht hin­aus von ihnen und son­dert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unrei­nes an.”
  • Fin­den oder grün­den Sie eine treue Gemein­de, wo Got­tes Wort gepre­digt, geglaubt, gelebt wird.

Sie schul­den einer Insti­tu­ti­on kei­ne Loya­li­tät, die Chris­tus den Gehor­sam ver­wei­gert. Ihre Loya­li­tät gehört Chris­tus allein.

Schlusswort: Das Urteil steht

“Wer sagt: Ich ken­ne ihn, und hält sei­ne Gebo­te nicht, der ist ein Lüg­ner, und in dem ist die Wahr­heit nicht.”

Das gilt für Indi­vi­du­en. Für jeden ein­zel­nen Chris­ten. Das gilt auch für Kir­chen. Wenn eine Kir­che sagt “Wir sind Chris­ti Gemein­de”, aber sys­te­ma­tisch sei­ne Gebo­te ver­wirft – ist sie eine Lüg­ne­rin. Die Wahr­heit ist nicht in ihr. Ihr Bekennt­nis ist hohl. Ihr Bekennt­nis ist falsch. Ihr Bekennt­nis ist eine Lüge. Ihre Theo­lo­gie ist Selbst­be­trug. Das ist hart. Das ist schmerz­haft. Aber es ist wahr und not­wen­dig dies zu sagen.

Und in die­sen Zei­ten brau­chen wir nicht mehr reli­giö­ses Geschwätz über “Dia­log” und “Inklu­si­on”. Wir brau­chen pro­phe­ti­sche Klar­heit:

Die Kir­che, die Got­tes Wort ver­wirft, ist nicht mehr Got­tes Kir­che. Sie ist zur Insti­tu­ti­on der Lüge gewor­den.

Aber für die, die Buße tun – Ein­zel­ne und Gemein­schaf­ten –, gibt es Hoff­nung. Chris­tus ist immer noch Für­spre­cher. Got­tes Gna­de ist immer noch aus­rei­chend. Die Tür zur Umkehr steht offen.

Die Fra­ge ist: Wird die Kir­che umkeh­ren? Oder wird sie wei­ter­lau­fen auf dem Weg der Lüge, bis Chris­tus sagt: “Ich ken­ne euch nicht” (Mat­thä­us 7,23)? Die Zeit zur Ent­schei­dung ist jetzt.

Und wir dür­fen uns nichts vor­ma­chen: Die­se Ent­schei­dung wird nicht von Kir­chen­lei­tun­gen getrof­fen, son­dern von den Gläu­bi­gen selbst. Immer wie­der hat Gott sei­ne Erneue­rung nicht durch gro­ße Syn­oden oder theo­lo­gi­sche Kom­mis­sio­nen gewirkt, son­dern durch Män­ner und Frau­en, die sich wei­ger­ten, die Wahr­heit zu ver­ra­ten. Durch jene, die lie­ber treu blei­ben als ange­passt, lie­ber gehor­chen als gefal­len, lie­ber Chris­tus fol­gen als dem Zeit­geist.

Die Geschich­te der Kir­che zeigt: Gott baut oft im Ver­bor­ge­nen, wäh­rend die sicht­ba­ren Insti­tu­tio­nen zer­fal­len. Und genau dort – im Gehor­sam der Weni­gen – beginnt neu­es Leben; ent­steht eine neue Kir­che!

„Und der Frie­de Got­tes, der höher ist als alle Ver­nunft, wird eure Her­zen und Sin­ne bewah­ren in Chris­tus Jesus” (Phil­ip­per 4,7). Amen.

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B.Beck writes for BibelBlogger.

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